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Clog_Con2010

Clubgeschichte

1958 wurde in Darmstadt ein Volkstanz- und Square Dance-Club gegründet, bestehend aus einer kleinen Anzahl Deutschen und amerikanischen Militärangehörigen und Zivilisten. Sie tanzten ein paar Monate lang im Deutsch-Amerikanischen Club, gaben aber wegen zu geringer Beteiligung wieder auf.

Im Juli 1959 wurde eine Square Dance-Class ins Leben gerufen, die dienstags in der Lincoln-Siedlung tanzte und als
Darmstompers bekannt wurde. Der Name Darmstompers war die Idee einer Mrs. Marquart.

Der erste Caller Tex Hencerling graduierte die Class, die aus 15 amerikanischen Paaren bestand, am 13. Oktober 1959. Vorstandsmitglieder wurden gewählt und die
Darmstompers waren auf dem Weg, ein richtiger Square Dance-Club zu werden.

Bei der Winter Jamboree, die im Jahr 1959 in Paris stattfand, traten die
Darmstompers der EAASDC bei. Zu der Zeit waren von den heute noch bestehenden Clubs bereits Mitglied: Beaux & Belles Frankfurt, Heidelberg Hoedowners, Wiesbaden Kuntry Kuzins und Mannheim Mixers.

Anfang 1960 graduierte man bereits die zweite Class mit 10 amerikanischen Paaren.

flyer-summerjamboree1960

Die Darmstompers waren im selben Jahr Gastgeber der Summer Jamboree (2.-4. Juli 1960), die in der Bessunger Turnhalle veranstaltet wurde.

Im Flyer wurden damals noch sämtliche Square Dance und Round Dance-Titel abgedruckt, so daß man bereits im voraus wußte, welcher Caller/Cuer welches Lied callte/cuete. Die Aufzeichnungen über die Summer Jamboree 1960 enthalten den Vermerk: Es war ein großer Erfolg.

Die Darmstompers tanzten weiterhin dienstags in der Cambrai-Fritsch-Kaserne. Lloyd Poole und Bill Blinn wechselten sich wöchentlich als Caller ab. Ab 1961 callte Gene Brown, 1962 Jocko Manning. Zu dieser Zeit wurden die ersten deutschen Mitglieder aufgenommen, die mit der Class graduiert wurden. Die Darmstompers hatten nun 7 Squares.

1962 wurde der Tanzabend auf den Montag verlegt. Das
Darmstompers-Emblem wurde erstmals auf Banner und Badge verwendet. Es war dasselbe, das auch heute noch in Gebrauch ist.

Steve Hinshaw wurde im Februar 1963 Caller, ein paar Monate später löste ihn Bob Stringer ((Foto)) ab. Die Darmstompers hatten damals enorm mit der Military-Rotation zu kämpfen. Caller und Tänzer wurden häufig versetzt. Im selben Jahr wurde zum ersten Mal ein deutscher Tänzer Vorstandsmitglied, und unsere langjährigen Mitglieder Uschi Neuzeit-Buddrus, Christel Krueger und Hans-Dieter Marx lernten zum ersten Mal Square Dance kennen.

Der erste Frankenstein Castle Dance fand am 31. Oktober 1964 oben auf der Burg Frankenstein statt. Dafür wurde ein spezielles Badge entworfen.

bobstringer

Der Club war inzwischen zu zwei Squares zusammengeschrumpft und tanzte zu Gastcallern und Platten. Und mehrmals in diesen Jahren mußte der Tanzplatz gewechselt werden. Erst mit Graduation der Class im Dezember 1965 und dem neuen Caller "Little Joe" Esquibel wuchsen die Darmstompers wieder.

In die damals neue Sporthalle am "Bullenfalltor" (wie es in den von Amerikanern geschriebenen Annalen so schön heißt) luden die
Darmstompers vom 1.-4. Juli 1966 wieder zur Summer Jamboree ein. Jetzt hatte der Club 53 Mitglieder.

flyer-summerjamboree1966

    Das Flyer weist gegenüber den heutigen Flyers einige Besonderheiten auf:

        * Teilnahme kostet keinen Eintritt, nur das Badge muß                     mit 1 Dollar bezahlt werden
        * Freitagabend ist der Kaffee frei
        * Tanz am Langen Ludwig (Long Louie Fun Dance)
        * anstatt Afterparty Besuch des "Heinifestes"
        * sonntags um 17 Uhr kostenloses Buffet in der                                 amerikanischen Schule

Beim Grand March waren 31 Squares auf der Tanzfläche und beim EAASDC-Meeting 10 Clubs vertreten, also alles noch sehr viel familiärer als heute.

summerjamboree-1966

Wahrscheinlich, weil Caller und Tänzer mit dem amerikanischen Militär Darmstadt verließen, gab es für einige Zeit keine Clubabende, die Darmstompers hatten Funkstille. Selbst das gestickte Banner war verschwunden (vermutlich ebenfalls nach USA).

Im Herbst 1969 tauchte wieder ein Caller auf, der einen Club suchte: H.F. Summers. Alle noch verfügbaren
Darmstompers wurden zusammengetrommelt - und es wurde wieder getanzt! 1971 callte Mac McDaniels für ungefähr ein Jahr, danach ein Callerehepaar: Missy und Cleve Cooper.

Der erste (und einzige) deutsche Caller der
Darmstompers Paul Lausberg übernahm 1972. Er war zeitweise auch Präsident des Clubs.

Ein neues Banner wurde angefertigt (genau wie das alte), erst später wurden allerdings die roten und schwarzen Bänder angebracht, die dem
Darmstompers-Banner erst zu dem charakteristischen Aussehen verhelfen, das heute bekannt ist.

1972 hatte der Club 30 Mitglieder, die 5 Mark Mitgliedsbeitrag im Monat bezahlten. Afterparties fanden privat irgendwo Zuhause statt. Eine Class dauerte im Schnitt 16 Wochen, also gerade mal 4 Monate (heute 9 Monate).

In der Bundesrepublik gab es 45 Clubs. Zum dritten Frankenstein Castle Dance luden die
Darmstompers am 27. Oktober 1972 ein.

Nun schon geübt in Jamborees veranstaltete der Club wieder einmal eine Winter Jamboree: 1974 in der Waldsporthalle in Darmstadt-Eberstadt. Über 500 Tänzer trugen sich in das Gästebuch ein.

Die erste Round Dance Class in der Geschichte der
Darmstompers wurde von Bill und Karen States 1975 durchgeführt, anschließend cuete Ilona Fuss einige Zeit für den Club.

Irgendwann 1976/77 wechselten die Tänzer wieder den Tanzplatz. Jetzt wurden Club- und Classabende im Kellergeschoss der Merckschule (heute Abendgymnasium) abgehalten.

Paul Lausberg wollte im Herbst 1977 sein Calleramt abgeben. Ein neuer Caller mußte her. Die Mitglieder entschieden sich für einen jungen Amerikaner, der gerade erst angefangen hatte, zu callen. Er war Soldat bei der Air Force auf der Frankfurter Airbase und hieß Kenny Reese. Am 1. Montag im Oktober 1977 callte er zum ersten Mal als Clubcaller der
Darmstompers.

Paul Lausberg, langjähriger Präsident und ehemaliger Caller, verstarb unter tragischen Umständen im August 1979. Ein schwerer Schlag für den Club, der kurz vor dem Ausrichten einer Jamboree stand.

In der Sport- und Kulturhalle in Seeheim wurde die Winter Jamboree 1979 abgehalten. Der Eintrittspreis betrug 5 Dollar oder 9 DM incl. Babysitting.

Es nahmen 69 Clubs mit insgesamt 649 Tänzern teil. Die am weitesten angereisten kamen aus Libyen und den USA.

In diesem Jahr waren die
Darmstompers 20 Jahre alt und hatten 45 Mitglieder.

Als neuen Tanzplatz fand man schließlich die Pausenhalle der Lichtenbergschule, in der die
Darmstompers etwa 8 Jahre lang Club- und Classabende abhielten. Über Square Dance hinaus sehr aktiv wurde der Club in den Jahren ab 1980. Es fanden zum ersten Mal Jux-Rallyes, Weinproben, Campouts, Wandertage und Faschingsparties in der Grillhütte statt und wurden in den darauf folgenden Jahren wegen großem Interesse häufig wiederholt. Das Campout ist zu einer jährlichen festen Einrichtung geworden. Die Grillhüttenparties konnten nicht mehr in der Form durchgeführt werden, weil der Club zu groß wurde.

Eine Round Dance-Class unter der Schirmherrschaft der
Darmstompers 1982 mit Cuerin Ilona Fuss ließ das Interesse der Mitglieder an Round Dance steigen und die Mitgliederversammlung entschied, am Clubabend neben Square Dance auch regelmäßig Round Dance anzubieten. Als Cuerin wurde Gisela Hofmann "angestellt".

Winter Jamboree1982-klein

Fast 900 Tänzer erschienen zur Winter Jamboree 1982 in der Sport- und Kulturhalle in Seeheim. Der Eintritt betrug 10 DM.

Woog'sWhispers

Seit August 1983 haben die Darmstompers die feste Einrichtung einer Clubzeitung, die die Mitglieder fast jeden Monat über Interessantes und Wissenswertes informiert.

In der Mitgliederliste Anfang 1984 waren 80 Mitglieder aufgeführt. Im November feierte der Club sein 25jähriges Bestehen in Seeheim und lud dazu alle ehemaligen Mitglieder ein, soweit man deren Adressen habhaft werden konnte. Es kamen rund 150 Teilnehmer, die alle zusammen Square Dance, Round Dance und Line Dance tanzten.

Im Sommer 1986 löste Matthias Grieser Gisela Hofmann als Clubcuer ab. Die
Darmstompers wurden ein eingetragener Verein (e.V.).

Winter Jamboree1986-klein

Die Winter Jamboree 1986 fand in der Melibokushalle in Zwingenberg statt, weil wegen der zu erwartenden Anzahl Tänzer eine größere Halle gebraucht wurde.

 Es kamen über 1.000 Tänzer

(-und die Halle war wieder zu klein!).

Auch der Frankenstein Castle Dance mußte erstmals im Jahr 1987 seinen angestammten Tanzplatz auf der Burg aufgeben, auch hier sprengte die Anzahl der Tänzer inzwischen den recht kleinen Saal. Zwei Jahre hintereinander wurde die Burg-Dekoration in der Sporthalle in Nieder-Beerbach am Fuße des Frankenstein aufgebaut. Danach wurde wieder aus Platzgründen umgezogen - diesmal nach Pfungstadt. Heute tanzen dort beim Frankenstein Castle Dance über 500 Square Dancers.

Das 30jährige Jubiläum 1989 feierte der Club einmal ganz anders, nicht als Square Dance-Veranstaltung, sondern als großes Fest mit geliefertem Buffet und Unterhaltungsprogramm. z.B. sangen für uns die Spargelfinken aus Weiterstadt und es tanzte ein Paar von Blau-Gold Casino lateinamerikanische Tänze.

Im November desselben Jahres zogen wir um. Von nun an finden Club- und Classabende in der Ernst-Elias-Niebergallschule statt.

1988 gingen etwa 50 Mitglieder zum ersten Mal auf große Auslandsreise nach Paris für 4 Tage mit Bus. Seither wurde zu vielen großen Fahrten gestartet: Wien, Alkmaar/Amsterdam, Prag, Kopenhagen, Lago Maggiore, Dresden, Salzburg, und viele mehr.

Nachdem eine ganze Anzahl Darmstompers PLUS gelernt hatte, wurde ab September 1990 ein PLUS-Abend alle zwei Wochen eingeführt. Das langjährige Clubmitglied Susan Lorenz (später nach ihrer Hochzeit Steup) erlernte das Cuen und wurde im Mai 1992 Clubcuerin.

Ab Anfang 1995 nahm der Club Clogging in sein regelmäßiges Programm auf. Unsere erste und auch aktuelle Clogging Instructorin ist Daniela Schell. Im August übernahmen Petra und Klaus Kopp die Redaktion der Clubzeitung. In diesen Jahren lernten viele Mitglieder A1 und später A2, so dass auch diese Programme regelmäßig getanzt wurden. Im Jahr 1995 überschritten die Darmstompers erstmalig die 200-Mitgliedergrenze. Zum 25. Frankenstein Castle Dance erschienen 531 Gäste und 132 Darmstompers.

Ina und Michael Wilfing mit Unterstützung von Georg Gugenhan und später Benjamin Wilfing gaben ab August 2000 die (fast) monatliche Clubzeitung heraus. Unsere Clogger erhielten 2001 mit Sandy Pittermann eine zweite Instructorin.

Unser erster Round Dance Special, der Dragon Dance, fand im Jahr 2003 statt. Unser 10jähriges Clogging-Jubiläum feierten wir mit einem zweitägigen Cloggingspecial im Mai 2005.

Am 1. Oktober 2007 feierten die Darmstompers mit Kenny 30Jähriges Caller Jubiläum.

Und wieder wechselte die Clubzeitung in neue Hände: ab Februar 2008 ist Angelika Cremer-Reiber  verantwortliche Redakteurin.

 

Nun ist unser Club 51 Jahre alt – und wir bedanken uns bei allen für Ihre tatkräftige Unterstützung!

Der Club heute

Die Darmstompers SDC haben ca.180 Mitglieder, das Alter der Tänzer ist zwischen 14 und 77 Jahren.

Das hauptsächliche Tanzprogramm ist das Callerlab Mainstream Programm, aber der Club bietet auch Plus, A1, A2, Round Dance und Clogging an.

darmstompers gruppenbild 2000

Gruppenbild aus dem Jahr 2000.

Gruppenbild2007

Gruppenbild zu Kenny’s 30-jährigem Caller Jübiläum bei den Darmstompers Oktober 2007

Unsere Caller und Leader:

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Kenny Reese
Club Caller
(MS,Plus,A1,A2,C1)

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Susan Steup
Club Cuer
(Round Dance)

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Sandy Pittermann
Club Instructor
(Clogging)

Die Darmstompers hatten etliche Caller und Leader über die Jahre. Hier sind sie in chronologischer Reihenfolge aufgelistet:

Square Dance Caller

Tex Hencerling (1959 - 1960)
Lloyd Poole / Bill Blinn (1960 - 1961)
Gene Brown (1961 - 1962)
Jocko Manning (1962 - 1963)
Steve Hinshaw (1963 - 1963)
Bob Stringer (1963 - 1965)
Joe Esquibel (1965 - 1968)
H.F. Summers (1969 - 1971)
Mac McDaniels (1971 - 1972)
Cleve and Missy Cooper (1972 - 1972)
Paul Lausberg (1972 - 1977)
Kenny Reese (1977 - heute)

Round Dance Cuer

Bill and Karen States (1975 - Erste Round Dance Class)
Ilona Fuss (1975 - 1982)
Gisela Hofmann (1982 - 1986)
Matthias Grieser (1986 - 1992)
Susan Steup (1991 - heute)

Clogging Instructors

Dani Schell (1995 - 2010)
Stefan Volk (1996 - 1998)
Alexandra Schell (1998 - 2004)
Sandy Pittermann (2001 - heute)

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